Sozialpraktikum 2016

Das zweite Sozialpraktikum am Gymnasium Wanne

Nach der positiven Resonanz aus dem letzten Schuljahr fand in diesem Jahr zum zweiten Mal das Sozialpraktikum für die 9. Klassen statt.

Wie im letzten Jahr akquirierten wir (das Team Sozialpraktikum) ausresoz-prakt1ichend Praktikumsstellen in Herne und den umliegenden Städten. Dabei handelte es sich um Einrichtungen, die eine Begegnung mit Menschen in besonderen Lebens- und Problemsituationen ermöglichen. So konnten die Schülerinnen und Schüler zwischen vier Kategorien wählen (integrativen Kindergärten, Behinderteneinrichtungen, Senioreneinrichtungen und „Sonstigen Einrichtungen“, z.B. die Tafel). Nachdem alle Schülerinnen und Schüler im November die Kontaktdaten „ihrer“ Einrichtung bekommen hatten, musste sich jeder bei seiner Praktikumsstelle persönlich vorstellen und ein Erstkontaktformular ausfüllen (lassen), auf dem z.B. vermerkt wurde, wie die Arbeitszeiten sind und welche Aufgaben anstehen werden. In der ersten Februarwoche ging es dann los. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten ca. 30 Stunden in den verschiedenen Praktikumsstellen. Während dieser Woche nahmen das Team Sozialpraktikum telefonisch Kontakt mit allen Einrichtungen auf, um uns nach den Praktikantinnen und Praktikanten zu erkundigen. Was uns sehr freute, war die sehr positive Resonanz der Einrichtungen auf unsere Schülerinnen und Schüler.

Die Vor- und Nachbereitung fanden im Fachunterricht Religion und praktische Philosophie statt. Hier wurde besonders die Leitfrage des Sozialpraktikums: „Wie kann ich durch den Umgang mit Menschen in verschiedenen (auch belastenden) Situationen erfahren, dass ich gebraucht werde? Wie kann ich lernen, soziale Verantwortung zu übernehmen?“. Die Ergebnissesozprakt2 wurden auf Plakaten präsentiert und sollen demnächst für die kommenden 9. Klassen als informative Ausstellung zu sehen sein. Auch seitens der Schülerinnen und Schülern war die Resonanz auf das Projekt Sozialpraktikum größtenteils positiv. Die vorab geäußerten Berührungsängste und Befürchtungen haben sich bei fast allen während des Sozialpraktikums in Luft aufgelöst, so dass viele traurig waren, dass die Zeit in „ihrer“ Einrichtung so schnell vorbei gegangen ist.

 

Frauke Heilinger

Hier ein paar Zitate der SchülerInnen nach dem Sozialpraktikum…

  • …durch das Praktikum habe ich den Umgang mit dementen Menschen gelernt.
  • …meine Vorurteile gegenüber Behinderten haben sich nicht bestätigt.
  • …ich kann jetzt mit unbekannten Situationen umgehen.
  • …wir haben gelernt, mit Menschen umzugehen (Flüchtlingen).
  • …man hat seine Ängste gegenüber Behinderten überwunden.
  • … ich musste selbständiger sein als in der Schule.
  • …das Praktikum war viel zu kurz, ich hatte mich gerade eingewöhnt, da musste ich leider schon wieder gehen.
  • …ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen.
  • …ich habe erkannt, dass jeder Mensch, egal wie er aussieht, gleich ist und man keine Berührungsängste haben muss.
  • …es hat Spaß gemacht, war aber auch anstrengend.
  • …man sieht ältere Leute jetzt ganz anders und ich gehe jetzt noch respektvoller mit ihnen um.
  • … ich habe viele schöne, lustige und lehrreiche Erfahrungen gemacht.
  • …einige Demenzkranke sind auch aggressiv geworden, damit musste ich erst einmal lernen umzugehen.
  • …ich habe mich überwunden und bin selbstständig auf die Leute zugegangen.
  • …ich weiß jetzt, wie es an der Tafel „läuft“.