Qualitätsanalyse

Ergebnisse der Qualitätsanalyse

Alle, die dabei waren, werden sich noch gut daran erinnern:

Vom 10. bis 14. Oktober 2011 war ein Team der Qualitätsanalyse (QA) der Bezirksregierung Arnsberg unter Führung der Leitenden Regierungsschuldirektorin Frau Jäger bei uns zu Gast, besuchte – nach intensivem Studium unseres umfangreichen Schulportfolios – drei Tage lang vor Ort den Unterricht in allen Klassen und vielen Kursen und führte mit Schülerinnen, Schülern, Eltern, Lehrerinnen und Lehrern eine Reihe von intensiven Gruppeninterviews durch.

Die Qualitätsanalyse (QA) wurde mit dem Schulgesetz vom 27. Juni 2006 als zentrales Instrument zur Entwicklung und Sicherung der Qualität von Schulen in Nordrhein-Westfalen eingeführt. Sie hat die Aufgabe, auch die internen Prozesse des Gesamtsystems jeder einzelnen Schule landesweit detailliert zu untersuchen. Knapp die Hälfte der insgesamt mehr als 6000 Schulen in NRW ist inzwischen gründlich untersucht und in 25 Aspekten (von „A“ wie „Ausstattung und Gestaltung des Schulgebäudes und Schulgeländes“ bis „Z“ wie „Zufriedenheit der Beteiligten“) bewertet worden.

Das Schulportfolio dokumentiert den Schulentwicklungsprozess über die letzten Jahre und gibt Auskunft über alle relevanten Beschlüsse der schulischen Mitverwaltungsgremien und den aktuellen Stand der Bildungs- und Erziehungsarbeit.

Seit dem 12. Januar 2012 liegen nun unsere Ergebnisse in Form eines siebzigseitigen Abschlussberichtes vor. Die Schülervertretung, die Schulpflegschaft und das Lehrerkollegium haben sich ausführlich damit befasst und schließlich hat die Schulkonferenz in ihrer Sitzung am 12. März beschlossen, den Bericht der QA auch der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, was ich hiermit gerne tue.

Ich freue mich, Ihnen heute mitteilen zu können, dass das Gymnasium Wanne in elf der 25 bewerteten Kategorien das Prädikat „Vorbildlich“ erreicht hat, und zitiere aus dem Bericht:

„Ausgeprägte Stärken der Schule liegen

  • in der gelebten Förderung der personalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler – insbesondere in der Stärkung des Selbstvertrauens, der Selbstständigkeit, der Verantwortungsbereitschaft, der Toleranz und Konfliktfähigkeit,
  • in der Pflege einer lebendigen Schulkultur, die geprägt ist von Vielfalt und Verantwortung, (…)
  • in der verantwortungsvollen Beratung und Betreuung der Lernenden in fachlichen und persönlichen Bereichen,
  • in der hohen Zufriedenheit aller Beteiligten mit der Schule und ihrem positiven Klima des ‚sozialen Miteinanders‘ am Lernort und Arbeitsplatz …“.

Das Qualitätsprofil auf der nächsten Seite zeigt in der rechten Spalte alle QA-Bewertungen des Gymnasiums Wanne:

Die Farbe „Blau“ ist die grafische Umsetzung des höchsten Qualitätsprädikats „Vorbildlich“.

Die zweitbeste Note ist mit der Farbe „Grün“ gekennzeichnet. Die Farbe „Rot“ (entspricht dem Urteil: “erheblich entwicklungsbedürftig“) kommt in unserem Qualitätsprofil nicht vor.

qa-legende

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Bereits Ende Oktober 2011 erreichte mich die erste Rückmeldung der bei der Bezirksregierung Arnsberg für unsere Schule zuständigen Dezernentin:

„Herzlichsten Glückwunsch zu dem herausragenden Ergebnis! Sie und Ihr Kollegium dürfen zurecht stolz auf diese Leistung sein!!!“ (Frau LRSD´ E. Schlecht in ihrer Mail vom 20.10.2011))

Stolz bin ich natürlich auch auf unsere Schülerinnen und Schüler, die an den drei Tagen im Oktober völlig unaufgeregt auf die externen Beobachter reagiert haben, so dass drei relativ normale Unterrichtstage stattfinden konnten. In den Interviews, die die Qualitätsprüfer mit ihnen geführt haben, zeigten sich unsere Kinder und Jugendliche als offene und gesprächsbereite junge Menschen, die durchaus selbstbewusst und kritisch ihre Positionen vertreten konnten. Überrascht hat mich das keineswegs, denn seit vielen Jahren begleitet unsere aktive Schülervertretung engagiert den Schulentwicklungsprozess und viele Schülerinnen und Schüler bringen – ebenso wie unsere überdurchschnittlich stark interessierte und aktive Elternschaft ihre Vorstellungen und Ideen in das Schulleben mit ein.

Der Qualitätsbericht nimmt unsere Schule als Ganzes in den Blick, gibt einen detaillierten Einblick in die internen Prozesse, lobt ausführlich (s.o.) und skizziert Handlungsfelder, auf die sich die mittelfristige Schulentwicklung konzentrieren sollte. Nun gilt es in diesem und im nächsten Schuljahr, folgende drei (mit Gelb im Qualitätsprofil kenntlich gemachten) Bereiche zu verbessern:

  1. Bereits vor den Sommerferien 2011 arbeiteten verschiedene Fachkonferenzen an der Weiterentwicklung der fachspezifischen Leistungsbeurteilungskonzepte. In der Schul-entwicklungsgruppe versuchen wir zurzeit, möglichst einheitliche Standards für die Leistungsanforderungen und Leistungsbewertung in den drei Aufgabenfeldern zu formulieren (für das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld ist dies bereits gelungen und das Ergebnis kann unter „Lehrpläne/Leistungsbeurteilung/ Aufgabenfeld II“ auf unserer Homepage eingesehen werden). Wir hoffen, dass wir 2013 ein umfassendes Konzept mit einheitlichen Standards in allen drei Aufgabenfeldern in den Schulmitwirkungsgremien beraten und verabschieden können. Ziel ist die Herstellung eines Maximums an Vergleichbarkeit und Transparenz.
  2. Nicht ganz so schwierig ist die Entwicklung eines Instrumentariums zur Arbeitsplanung und zur schulinternen Evaluation. Bereits im Frühjahr 2012 haben wir die Umsetzung unseres Hausaufgaben- und Lernzeitenkonzeptes der Jahrgangsstufen 5 bis 8 gründlich (u.a. auch mit einer Schülerbefragung) untersucht und bereits zum neuen Schuljahr in wichtigen Aspekten verändert und verbessert.
  3. Am schwierigsten wird es wohl sein, unseren Unterricht so weiterzuentwickeln, dass Schülerinnen und Schüler selbstständiger lernen können und unsere Lernaufgabenstellungen niveaudifferenzierter und zudem motivierender werden. Die Lehrerkonferenz hat deshalb beschlossen, zu den Pädagogischen Tagen im laufenden Schuljahr (der erste findet am 2. November statt) externe Experten einzuladen, die uns eine Fülle neuer Methoden zur Unterstützung eines aktiven Lernprozesses möglichst aller Schülerinnen und Schüler nahebringen sollen.

Auf geht’s!

Ihr

Horst Schuh